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Ein Eifelbach, der durch krautige
Weiden, mannshohe Wacholderbüsche
und dusteren Tann schlingert. Am Ufer
kantige Dörfer mit kaum mehr
als zwei, drei Dutzend Fachwerk-Gehöften.
Erst zwischen Antweiler und Dümpelfeld
schmeicheln Wiesen und Mühlhöfe
dem Spiegelbild, wechselt die Ahr
ihren Charakter. Wird zum Fluss. Und
in Altmahr verwandelt sich der zunächst
dörfliche in einen einnehmenden
Fluß. Umgibt sich mit den ersten
Reben, der ersten Burgruine - und
lädt sich Gäste ein, gleich
ganze Busladungen voll. Für die
Stimmung ein Seilhähnchen, Andenkenlädchen,
Schoppenwein und täglich Tanz.
An den sonnigen Südhängen
ihres dunklen Schiefergebirges wächst
Spätburgunder, aber auch Riesling
- auf den Nordhängen grünt
der Wald. Bewundernde Blicke von oben
auf ihr Tal sind ihr sicher. Dort
schmückt die Dame Ahr ihre Restaurants
mit Sternen und Kochlöffeln,
die einschlägige Gourmetführer
verteilt haben; dekoriert Weingüter
und deren Rotweine mit Auszeichnungen,
bringt Denkmalschutzplaketten für
gelungene Stadtsanierungen wie in
Ahrweiler an. Richtig aufwendig und
adlig präsentiert die Ahr sich
in Bad Neumahr, wo schon die Prinzessin
von Preußen die erste Kursaison
eröffnete. Hier wird gesaunt,
in Sprudelbäder gestiegen, sich
in Fangopackungen gehüllt.
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