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Costa Rica
 

Ein Meer voller Fische

Von Tamarindo aus führt die Hauptsraße zunächst wieder ins Landesinnere, Richtung Liberia, zu den Stränden Playa Brasilito und Playa el Coco weiter im Norden. Hier hat sich eine Szene für Hochseefischer etabliert. Bonitos, Thunfische und Marlins - das Meer hier ist voller Fisch und jeder Sportangler außer sich vor Glück. Von el Coco aus starten aber auch Tauchboote.

An einigen Stellen vor der Küste kann man besonders gut Großfische beobachten: Mantas und Hammerhaie, sagen Kenner, seien an der Tagesordnung. Wer solchen Begegnungen lieber aus dem Weg geht, findet weiße Strände und einsame Buchten zur Genüge.

Fährt man von Tamarindo dagegen aus gen Süden die Küste entlang, wird das Land immer leerer, die Strände noch weiter und weißer und die Menschen immer weniger. Am besten kommt man hier per gemietetem 4-Wheel-Jeep hin, regelmäßige Busverbindungen gibt es nicht, ebensowenig wie Hotelanlagen für Pauschaltouristen.

 
 

Von der Welt vergessen: Tropen pur


Eine Schotterpiste endet am Playa Avallanes, dem Sehnsuchtsziel für Meersüchtige. Aus dichtem Gestrüpp am Wegrand wird man nach einer Stunde Fahrt auf einen feinen Sandstrand gespuckt, viele Fußballfelder lang und leer, als hätte die Welt das Fleckchen einfach vergessen. In den angrenzden Bäumen turnen kleine Äffchen rum, eine winzige Strandhütte stellt jedes Tropenklischee in den Schatten. Unter einem Bambusdach wird fangfrischer Fisch serviert. Dazu ein eiskalter Drink und die Stimme Miguels in den Ohren: "Das ist Costa Rica, wie ich es liebe. Keine verkappten Ökotouristen, kein Bio-Getue, nur du, die Ruhe und das Meer."

Costa Rica ist vor allem durch seinen Ökotourismus bekannt geworden. Schildkrötentouren hier, Ornithologen-Ausflüge da - als große Spielwiese für Aussteiger auf Zeit hat sich das Land vermarktet. Inzwischen aber sind die vermeintlich alternativen Reisen aus der Warenwelt selbst zur Ware geworden, die Öko-Etikette vielerorts zu devisenbringenden Klischees verkommen. Im Nordwesten aber, da wo der Pazifik thront und der heiße Wind weht, ist Costa Rica noch Costa Rica. Freundlich, echt, normal. Ein wunderschönes Reiseziel. "Selbst für Hunde", sagt Miguel, nippt an seinem Rum und schaut Señor Chico noch lange bei der allabendlichen Tollerei in den Wellen zu.

 

 
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