Die meisten Hotels der Region findet
der Gast in Miami Beach, dem Strandstadtteil
von Miami. Ein Urlaubstag kann hier
zum Beispiel mit einem Frühstück in
einem der gemütlichen Straßencafés am
Ocean Drive beginnen. Die Flaniermeile
von Miami Beach bietet einen atemberaubenden
Blick auf den Atlantischen Ozean, den
Strand, Palmen und natürlich auf all
die "beautiful people". War das da eben
nicht George Clooney - oder nur ein
schöner Doppelgänger?
Zudem findet sich der Besucher am Ocean
Drive im Herzen des weltberühmten "Art
Deco District" wieder: "In den 30er
und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts
wurden auf der südlichen Spitze von
Miami Beach über 800 Gebäude in diesem
Baustil errichtet", erklärt George Neary,
Kulturdirektor des Greater Miami Convention
and Visitors Bureau. "Das Viertel steht
heute unter Bauschutz und bietet eine
weltweit einmalige Ansammlung von Art
Deco Architektur." Mit seinen Pastellfarben,
Neonlichtern und eleganten aerodynamischen
Linien zählt der Art Deco District zu
den beliebtesten Wohn- und Hotelvierteln
in den Vereinigten Staaten. In dieser
Ecke von South Beach finden sich auch
einige der angesagten Nachtclubs.
Unweit vom Ocean Drive liegt die Lincoln
Road Mall. Die beliebte Einkaufsstraße
bietet verlockende Mode-, Geschenkartikel-
und Designerläden für fast jedes Portemonnaie.
Die Lincoln Road ist aber auch Synonym
für den kulturellen Kern von Greater
Miami. Hier sind das Miami City Ballett,
das South Florida Arts Center, die New
World Symphony und das Colony Theater
zu Hause.
Eine Reihe der besten Küchenchefs Amerikas
haben sich in dieser Umgebung niedergelassen.
Auf der Speisekarte stehen überwiegend südamerikanische
und karibische Gerichte. Aber auch erstklassiges
Sushi oder die so genannte "Fusion Cuisine",
ein Mix aus verschiedenen Küchenstilen.
Wer Miami Beach über den MacArthur Causeway
in Richtung Downtown verlässt, passiert
zunächst Fisher Island. Das exklusive Refugium
der Reichen und Prominenten taucht als neue
Heimat von Barbara Becker immer einmal wieder
in den deutschen Schlagzeilen auf. Auch
Ex-Ehemann Boris wird hier öfter gesichtet.
Die Insel ist für die Öffentlichkeit nicht
zugänglich - was die Stars aus der Film-
und Musikbranche sehr zu schätzen wissen.
Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton
kommt ebenfalls regelmäßig in sein Apartement
auf Fisher Island, wenn er in Florida sein
Golfspiel perfektioniert.
Hinter Fisher Island bekommen nicht nur
Kreuzfahrt-Anhänger glänzende Augen: Im
Hafen von Miami, der "Cruise Capital of
the World", liegen meist mehrere der modernen
Riesenschiffe vor Anker. Vor ihnen liegt
der Atlantik - und wahrscheinlich eine Reise
auf die Bahamas oder in die Karibik. Hinter
den Schiffen reckt sich die imposante Skyline
von Downtown in den leuchtend blauen Himmel.
Zu Füßen der Wolkenkratzer liegt Bayside
Marketplace, ein 60 Hektar großes Shopping-Center
mit Läden, gemütlichen Restaurants und Attraktionen
wie dem Hard Rock Café. Wer Ethno-Souvenirs
sucht, liegt in Bayside genau richtig -
vom Rastafari-Schmuck bis zur handbemalten
Indio-Puppe ist hier alles zu erschwinglichen
Preisen zu haben. Bayside Marketplace kann
auch der Ausgangspunkt für eine romantische
Gondeltour oder eine Rundfahrt auf dem Intercoastal
Waterway sein, der an den Villen vieler
Prominenter vorbeiführt. Ein Grund für die
besondere Anziehungskraft von Greater Miami
liegt vermutlich in der enormen Vielfalt
seiner Wohnviertel.
Da ist zum Beispiel die ethnische Enklave
Little Havana, wo sehr viele kubanische
Emigranten leben - und man Fidel Castro
besser gar nicht erst erwähnt. Die Hauptschlagader
des Viertels ist die Calle Ocho. Hier duftet
es nach starkem kubanischem Kaffee und handgedrehten
Zigarren. Eine der ältesten Gemeinden von
Greater Miami ist Coconut Grove, wo sich
viele Künstler und Schriftsteller niedergelassen
haben. "The Grove" ist bekannt für üppige
Vegetation, einen beliebten Yachthafen und
zahlreiche Straßencafés.
Kein Aufenthalt in Miami wäre komplett ohne
einen Abstecher in die Gemeinde Coral Gables.
Hier dominieren Villen im spanischen Stil,
Country Clubs und Kunstgalerien. Als besonderer
Blickfang gilt das ehemalige Stadtbad Venetian
Pool. Lange Zeit war es Bühne für große
Orchester und Kulisse für Hollywood-Legenden
wie Johnny Weismuller ("Tarzan") und Esther
Williams ("Badende Venus"). Wilder Wein
überwuchert heute die Stuckwände dieses
ehemaligen Steinbruchs, der Besuchern offen
steht. Und so mancher Gast mag versucht
sein, einen Penny in das klare Wasser zu
werfen - verbunden mit dem Wunsch, möglichst
bald wiederzukehren.