Mit ihrer Geschäftsidee von einem Netzanschluss
auf Kupferrohr-Basis haben die beiden Brüder
Paul und Joseph Galvin in Chicago bereits
1928 die Weichen für das amerikanische
Mobilfunk-Geschäft gestellt. Das Unternehmen,
das damals noch unter dem Namen "Galvin
Manufacturing Corporation" firmierte,
entwickelte Ende der goldenen Zwanziger mit
565 Dollar Startkapital und Werkzeugen im
Wert von 750 Dollar auch das erste Autoradio.
Getauft wurde es 1930 auf den Namen Motorola.
Erst einmal in Schwung gekommen, hat das amerikanische
Unternehmen seinen Schwerpunkt weiter auf
die Bereiche Forschung und Entwicklung konzentriert.
Insbesondere durch die Zusammenarbeit mit
der US-Raumfahrt machte der zweitgrößte
Mobilfunk-Spezialist von sich reden: Die Funkverbindung
der Raumsonde Mariner II, die 1962 unterwegs
zur Venus war, stammte aus dem Hause Motorola.
Nur zwei Jahre später konnte die Nachfolger-Sonde
mithilfe eines ähnlichen Gerätes
bereits spektakuläre Bilder vom Mars
senden. Aber das Highlight sollte noch folgen:
Neil Armstrongs legendäre erste Worte
vom Mond - auch sie wurden durch einen Radiotransponder
des Technologie-Riesen von Apollo 11 zur Erde
übertragen.
Sein erstes Handy und damit den Schritt in
die mobile Telekommunikation konnte das Unternehmen
bereits 1989 mit dem MicroTEC präsentieren.
Ganze 15 Jahre Entwicklungsarbeit stecken
in dem Mobilfunk-Oldie, der noch kein echtes
GSM-Handy war und insgesamt rund 100 Millionen
Dollar an Entwicklungskosten benötigt
hat.
Das berühmteste Motorola-Telefon ist
aber ohne Frage das Motorola International
3200, das damals aufgrund von Form und Größe
auch spöttisch "Knochen" genannt
worden. Doch die Entwicklung schritt zügig
voran. 1994 kamen die ersten Handys mit Lithium-Batterien
und Vibrationsalarm. 1997 brachte Motorola
das erste Dualband-Gerät auf den Markt,
1999 das erste Tribandhandy. Die UMTS-Ära
begann bei Motorola bereits 2002 und im letzten
Jahr war mit dem V600 schon das erste Quadband-Gerät
verfügbar.
Zurzeit ist Motorola Weltweit die Nummer zwei
im Mobilfunkmarkt. Besonders in den USA erfreuen
sich die Modelle großer Beliebtheit
und eine große Fülle an Klapp-
aber auch Candybar-Handys ist auf dem Markt.