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Die Geschichte der Firma Nokia
1865 bis 1960 - vom Papier zur Elektronik
Nokia war von Anbeginn an im Kommunikationsgeschäft
tätig - als Hersteller von Papier, dem
ersten Kommunikationsmedium überhaupt.
Mit der Gründung der Finnish Rubber Works
zu Anfang des 20. Jahrhunderts kamen dann
technologische Komponenten hinzu.
Gummi und verwandte Chemikalien waren damals
die modernsten technologischen Komponenten.
Eine weitere bedeutende technische Veränderung
stellte die Verbreitung der Elektrizität
in Privathäusern und Fabriken dar, die
1912 zur Gründung der Finnish Cable Works
führte und damit natürlich zur Herstellung
von Kabeln für die Telegrafenindustrie
und zur Unterstützung eines "neumodischen
Apparates" - des Telefons.
Nach 50 Jahren wurde in den Kabelwerken 1960
eine Elektronikabteilung eingerichtet und
damit der Weg für ein neues Zeitalter
der Telekommunikation bereitet. Die Nokia
Corporation entstand 1967 durch den Zusammenschluss
der Nokia Company - der ursprünglichen
Papierfabrik - mit den Finnish Rubber Works
und den Finnish Cable Works.
Die 60er bis 80er Jahre des 20. Jahrhunderts
Design hat bei Nokia stets eine große
Bedeutung, und die Mobiltelefone von heute
werden als Maßstab für weitere
Entwicklungen betrachtet. Ein Beispiel hierfür
sind unter anderem die mehrfarbigen Wechsel-Cover,
die aus Mobiltelefonen quasi über Nacht
einen Modeartikel machten.
Diese Denkweise war schon immer typisch für
Nokia: In den modebewussten sechziger Jahren,
als das Unternehmen noch ein wichtiger Hersteller
von Gummiprodukten war, entstand die Idee,
knallbunte Gummistiefel zu produzieren - und
das, als Stiefel noch nach dem Henry-Ford-Prinzip
hergestellt wurden: Sie können jede Farbe
haben, solange es schwarz ist!
Die Sechziger waren jedoch insofern wichtig,
als sie den Einstieg von Nokia in den Telekommunikationsmarkt
darstellten. 1963 wurde ein Funktelefon entwickelt,
1965 dann Datenmodems - lange bevor diese
Geräte der allgemeinen Öffentlichkeit
überhaupt bekannt waren.
In den achtziger Jahren galten Mikrocomputer
als die nächste "große Sache"
- Nokia war als wichtiger Hersteller von Computern,
Monitoren und Fernsehern dabei. Damals lieferte
die Aussicht auf High Definition TV (HDTV),
Satellitenverbindungen und Videotext-Dienste
reichlich Nahrung für die Fantasie trendbewusster
Hauseigentümer.
Im Hintergrund kam es jedoch zu Veränderungen.
1981 wurde in Skandinavien das erste Mobilfunknetz
der Welt, NMT, eingeführt. Nokia stellte
damals die ersten Autotelefone für dieses
Netz her.
Es gab zwar bereits zu Beginn der achtziger
Jahre die ersten "transportablen"
Mobiltelefone, doch sie waren groß und
schwer. Nokia produzierte 1987 das erste Handy,
und seitdem schrumpft die Größe
der Handys umgekehrt proportional zur Marktdurchdringung.
1987 bis heute - der digitale Durchbruch
Es bedurfte eines technologischen Durchbruchs
und eines politischen Klimawechsels, um die
drahtlose Welt zu schaffen, die heutzutage
immer stärker gewünscht wird. Die
Technologie war der digitale Standard GSM,
der neben Sprachdaten in hoher Qualität
auch Daten übertragen konnte. 1987 wurde
als politisches Ziel festgelegt, GSM bis zum
1. Juli 1991 in ganz Europa einzuführen.
Finnland konnte diese Frist dank Nokia und
der verschiedenen Netzbetreiber einhalten.
Politik und Technologie haben die Branche
auch weiterhin beeinflusst. In den achtziger
und neunziger Jahren fand eine breite Deregulierung
statt, die den Wettbewerb und die Kundenerwartungen
anregte. Auch Nokia veränderte sich.
1992 wurde Jorma Ollila, damals President
von Nokia Mobile Phones, an die Spitze der
gesamten Nokia Group berufen. Das Unternehmen
trennte sich von allen Nebenaktivitäten
und konzentrierte sich ganz auf die Telekommunikation
im digitalen Zeitalter.
Kaum jemand hätte in den neunziger Jahren
geglaubt, dass dieser Übergang in das
digitale Zeitalter so große Veränderungen
mit sich bringen würde.
Die erste GSM-Textmitteilung, die 1993 von
dem Ingenieurstudenten Riku Pihkonen abgeschickt
wurde, schien nicht unbedingt eine einschneidende
Entwicklung darzustellen. Heutzutage sind
Textmitteilungen jedoch weitaus beliebter
als Telefonanrufe und ihr Datenvolumen entsprechend
höher. Der Wortlaut der damaligen Mitteilung
von Riku ist wenig denkwürdig - keine
Zeile im Sinne von "Ein kleiner Schritt
für einen Menschen", wie wir sie
von der ersten Mondlandung kennen. Sie bewies
jedoch, dass Telearbeit möglich war und
dass ein mit einem Computer verbundenes Mobiltelefon
zum Lesen von E-Mails und zur Dateiübertragung
verwendet werden konnte. Der Rest ist Geschichte.
Quelle Geschichte: Nokia.de
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