m März 1938 wurde in Taegu, Korea, das
Einzelhandelsgeschäft Samsung von Byung-Chull
Lee eröffnet. Samsung produzierte und
verkaufte Waren in der Region und trieb Handel
mit China und der Mandschurei. Das Unternehmen
verlegte im Jahre 1947 seinen Sitz nach Seoul,
dem wirtschaftlichen Mittelpunkt Koreas. Hier
fand Samsung Handelspartner in Übersee
und festigte seine Position.
Während des Koreakrieges 1952 importierte
Samsung lebenswichtige Güter und Materialien,
die für den Wiederaufbau nach Kriegsende
benötigt wurden. Daneben gründete
Samsung 1953 neue Gesellschaften, um Importe
durch Inlandsproduktion zu substituieren.
Um die Exportmärkte auszuweiten, gründete
Samsung in den wichtigsten Weltstädten
Niederlassungen. So war Samsung bereits 1950
eines der führenden Handelsunternehmen
Koreas geworden.
1969 wurden Samsung Electronics, eines der
später wichtigsten Standbeine des Konzerns,
sowie Joint-Ventures mit Sanyo (später
Samsung Electromechanics) und NEC (später
Samsung Display Devices) gegründet.
Die Ölkrise in den frühren 70er
verursachte eine weltweite Rezession. Deshalb
übernahm die koreanische Regierung das
japanische System besonders geförderter
Handelshäuser. Im Mai 1975 wurde somit
die Samsung Corporation die erste General
Trading Company in Korea. In dieser Zeit spielte
Samsung für die wirtschaftliche Entwicklung
Koreas eine entscheidende Rolle. Die siebziger
Jahre waren für den Samsung-Konzern geprägt
durch hohe Investitionen in weitere neue Sparten.
1983 trat Samsung mit der erfolgreichen Entwicklung
des Speicherchips 64 K DRAM erstmals als weltweit
führender Eigenentwickler von Hochtechnologie
auf. Die Fusion und Integration der Samsung-Gesellschaften
im Bereich Elektronik, Halbleiter und Telekommunikation
1988 hilft die vorhandenen technologischen
Ressourcen für neue, erfolgreiche Produktentwicklungen
zu nutzen.
Neben Hardware spielt im Informationszeitalter
die Entwicklung von Software eine zunehmend
wichtige Rolle: Samsung Data Systems (SDS)
wird 1985 gegründet. Um den Erfolg in
den 90er Jahren zu sichern, wird weiterhin
ein Forschungs- und Entwicklungszentrum insbesondere
für die Felder Elektronik/Halbleiter,
High-Tech-Chemie, Biotechnologie und Raumfahrt
1987 errichtet.
Ebenfalls mit Neugründungen werden zudem
Aktivitäten in den Bereichen Finanz-
und andere Dienstleistungen gestartet. Die
Samsung-Gruppe wird restrukturiert, viele
der Unternehmen werden ausgegliedert um durch
vielfältige Initiativen vor allem auf
den Gebieten Qualität, Globalisierung
und Integration den zukünftigen Erfolg
des Konzerns zu sichern.
Die Asienkrise zwingt Samsung - wie alle anderen
Unternehmen in Südkorea - zu weiteren
substantiellen Veränderungen. Aus einem
stark diversifizierten Mischkonzern soll ein
Unternehmen entstehen, das sich auf seine
Kernkompetenzen konzentriert.
Bei Samsung sind es die Bereiche Elektronik,
Handel, Finanz- und andere Dienstleistungen.
Mit weltweit 267.000 Mitarbeitern und 26 Kerngesellschaften
an 390 Standorten in 63 Ländern erreichte
die Samsung-Gruppe im Jahre 1997 einen Gesamtumsatz
von USD 96 Mia. Im Global-500-Ranking des
Fortune Magazine steht Samsung Corporation
auf Platz 13 aller Handelsunternehmen, Samsung
Electronics auf Platz 14 aller Elektronikunternehmen
und Samsung Life Insurance auf Platz 8 aller
Lebensversicherungen weltweit.